Heise 22.07.2026
09:00 Uhr

heise+ | Digitale Souveränität in der Cloud: vom Buzzword zur prüfbaren Realität


Das neue EU Cloud Sovereignty Framework ermöglicht eine objektive Bewertung von Cloud-Angeboten. Wir analysieren, wie Hyperscaler dabei abschneiden.

heise+ | Digitale Souveränität in der Cloud: vom Buzzword zur prüfbaren Realität

Noch nie war die Kontrolle über Daten und IT-Infrastruktur für Staat und Unternehmen so umkämpft wie heute. Zwischen globalen großen Rechenzentren, den sogenannten Hyperscalern, und neuen EU-Vorgaben steht die Frage im Raum: Wie souverän kann Cloud wirklich sein und was bedeutet das für Entscheider im öffentlichen Sektor und in Unternehmen?

Der Begriff „souverän“ bedeutet laut Duden im digitalen Kontext, unabhängig, eigenständig und selbstbestimmt zu sein. Digitale Souveränität beschreibt entsprechend die Fähigkeit von Personen, Unternehmen oder Staaten, den Einsatz digitaler Technologien selbst zu steuern: Kontrolle über Daten, Systeme, Software und Infrastruktur zu behalten und sich nicht in eine einseitige Abhängigkeit von einzelnen großen Technologiekonzernen zu begeben.

Die digitale Souveränität in der Cloud ist für Staat und Unternehmen angesichts geopolitischer Unsicherheiten und neuer EU-Vorgaben essenziell. Der Artikel zeigt, wie das neue EU-Framework Souveränität in der Cloud messbar macht, bewertet Sovereign Cloud-Angebote der Hyperscaler und gibt praxisnahe Empfehlungen für souveräne IT-Strategien.

Auch wenn es keine einheitliche Definition gibt, ist der Kern stets derselbe: eigenständig über digitale Prozesse, Informationen und Daten entscheiden zu können – für den öffentlichen Sektor von Bund und Ländern besonders wichtig, weil nur so staatliche Handlungsfähigkeit und Datenhoheit dauerhaft gesichert bleiben.